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Ab 1. August 2010 sind die Trinkflaschen in Umlauf. Über 8'000 der 30'000 Flaschen sind bereits in Umlauf. Helfen Sie uns mit einer Aktion in Ihrer Gemeinde, damit wir soviele Trinkwasserprojekte wie möglich unterstützen können - herzlichen Dank!

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Compassion in Bangladesch

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Bangladesch ist mit über 1'000 Einwohner/km2 eines der dichtest besiedelten Länder auf der Welt. Die Hauptstadt ist Dhaka und die offizielle Sprache Bengali. Stand 30.Juni 2010, hat Compassion 16‘456 Kinder  in den Programmen. 99 Kirchen arbeiten seit der Eröffnung des Programmes im Jahr 2005 mit Compassion zusammen.


Im August hat Claire, eine unserer Patinnen, eine berufliche Reise nach Bangladesch unternommen und hat diese genutzt um ein Empfangszentrum in der Hauptstadt zu besuchen.
Der Weg von ihrem Hotel zum Compassion Empfangszentrum dauerte über eineinhalb Stunden, da der Verkehr in dieser Stadt sehr dicht ist.


« 90% der Menschen, die man auf der Strasse antrifft, sind Männer», erklärt Claire. In der Tat, es sind die Männer, die arbeiten und die man in allen Wirtschaftssektoren antrifft. Die Frauen bleiben zuhause.
Der Landwirtschaftssektor ist der grösste Sektor in Bangladesch. Dennoch ist eine dauerhafte Arbeit nicht selbstverständlich. Oft wissen Erwachsene nicht, ob der nächste Tag Arbeit und ein Einkommen bringen wird, um für den Unterhalt und für die Bedürfnisse der Familie zu sorgen.


Claire wurde bei ihrem Besuch von einer Freundin begleitet. Sie hat ein paar Eindrücke über ihren Besuch im Zentrum BD in Dhaka mit uns geteilt:

« Montag, 2.August, Milka, verantwortlich für das Patenschaftsdepartement im Compassion Büro sowie auch Organisatorin für Besuche, kam uns um 09.00 Uhr abholen. Wir gingen zum Zentrum und wurden sehr herzlich empfangen. Die 100 anwesenden Kinder haben gesungen, getanzt und kurze Theater vorgespielt. Die Mitarbeiter haben uns die Dossier der Kinder gezeigt. Alles wird dort sorgfältig aufgeschrieben. Die Geschenke der Paten sind aufgelistet und werden durch einen Verantwortlichen, der Kontrollen durchführt, verifiziert um zu gewährleisten, dass das Geschenk auch bei der Familie ankommt.

Danach haben wir 3 Familien besucht. Diese Besuche schockierten uns:
Die erste Mutter lebte alleine mit ihrem Sohn. Ihr niedriger Lohn als Köchin in einer Familie ermöglicht ihr nicht einmal, jeden Tag Nahrung zu kaufen. Sie lebt in einem kleinen Teil einer Hütte mit einem Wellblechdach. Es ist sehr heiss im Sommer und sicherlich sehr kalt im Winter.






Compassion in Bangladesch

Haus der ersten Familie


Die zweite Familie lebt ebenfalls unter schwierigen Bedingungen: Der Vater fährt ein Rickshaw (ein Fahrzeug, das für den Personen- oder Warentransport gebraucht wird) und sein Einkommen ist sehr unregelmässig. Wir hatten das Glück, die Geschenke des Paten des Kindes zu sehen: eine Matratze und eine Metallschachtel.


Compassion in Bangladesch 



In der dritten Familie konnten 2 Kinder in das Patenschaftsprogramm eingeschrieben werden (was sehr selten vorkommt, denn normalerweise wird nur ein Kind pro Familie aufgenommen). Leider musste eine der Töchter die Patenschaft auflösen, da sie keine Zeit mehr hatte, bei den Aktivitäten im Empfangszentrum teilzunehmen. Seit zwei Jahren arbeitet sie in einer Textilfabrik, um ihrer Familie finanziell zu helfen. Sie erklärt uns, dass sie am Morgen um 08.00 Uhr beginnt, für eine Stunde am Mittag nach Hause kommt und dann wieder zurückkehrt und um 23.00 Uhr mit der Arbeit fertig ist. Wenn sie Überstunden leistet, erhält sie einen besseren Lohn. Diese Familie lebt mit 5 anderen in einer „Mini-Komplex“ Hütte mit Wallblechdach. Die Toiletten sind weiter entfernt (circa 60m).

Diese Familien sind moslemisch aber lassen ihre Kinder dennoch zum Zentrum gehen. Uns wird bewusst, was für eine grosse Aufgabe zu erfüllen ist. Zwei-, drei- oder sogar viermal mehr Kinder hätten unsere Unterstützung nötig. Wir sind dankbar, diesen Tag erlebt haben zu dürfen. »






Compassion in Bangladesch

Küche des Empfangszentrums


Hier ein paar Herausforderungen, mit denen das Land und die Einwohner konfrontiert sind und wofür wir beten können:
-Im Monat Mai gab es viele Kinder, die durch die Hitze krank wurden: Fieber, Durchfall und Kopfschmerzen.
- Der Strom wird regelmässig ausgeschaltet. Vor allem am Abend und in der Nacht hält die Stromabschaltung viele Kinder vom Studieren ab; sie gebrauchen kleine Lampen, die nicht genügend Licht spenden.
- Morde und Diebstähle sind im ganzen Land unter den Erwachsenen stark gestiegen. Strassenkinder, die aus zerbrochenen Familien stammen, sind oft auch in Delikten involviert, die im Zusammenhang mit dem Drogenhandel stehen.